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  • ninafirl

Wenn die Ideen wie Pilze aus dem Boden sprießen



Hallo liebe*r Leser*in!


Nach einer etwas ausgedehnteren Sommerpause bin ich nun zurück mit einem neuen Thema. Da der Herbst noch nicht vorbei ist und ich nicht nur gerne schreibe, sondern auch gerne in die Pilze gehe, habe ich beschlossen, in diesem Beitrag ein Bild zu benutzen, das die eine Leidenschaft mit der anderen verbindet.


Die folgende Situation kommt den meisten Schreibenden vermutlich bekannt vor: Man ist beim Schreiben so richtig in Fahrt, die Ideen sprießen wie Pilze aus dem Boden. Immer schneller, immer mehr. Dabei möchte man sich eigentlich auf die Szene oder Passage, an der man gerade arbeitet, konzentrieren.


Was hilft es, wenn ich ständig Ideen habe, wie die Geschichte zu Ende gehen könnte, mir ein genialer Plot-Twist für das nächste Kapitel einfällt, eine später auftretende interessante neue Figur in meinem Kopf aufploppt oder sich neue Verflechtungen und Erzählstränge in meinem Gehirn ausbreiten, wo ich mich doch gerade auf einen bestimmten Punkt in meinem Text konzentrieren will. Mitunter kommen sogar Ideen zu neuen Schreibprojekten. Und man denkt: »Ich möchte doch jetzt einfach nur diese Szene fertig schreiben!«


Blitzeinfälle müssen natürlich schnell notiert werden, egal, ob handschriftlich oder im Schreibprogramm. In beiden Fällen kann das jedoch in einem Wust von Notizen enden, durch den man sich erstmal durcharbeiten muss. Die guten Ideen von den Schnapsideen zu trennen, ist dann noch mal eine Extra-Aufgabe.


Was ich hier beschrieben habe, ist das Gegenteil der Schreibblockade. Die Ideenflut. Nicht zu verwechseln mit dem Schreibflow. Beim Schreibflow kommen die Ideen in moderater Menge und das Schreiben fällt leicht. Wächst der Flow jedoch zu einer Flut an, hat man den Kopf voller Ideen und wird dadurch von der eigentlichen Textpassage, an der man gerade schreibt, abgelenkt. Das heißt, wenn zu viele Ideen kommen, kann einen das auch in der Arbeit aufhalten.


Im Schreibprozess arbeitet das Gehirn auf Hochtouren und kann natürlich auch mal übertreiben. Jedoch könnte diese Ideenflut aber auch ein Zeichen dafür sein, dass man mit der Textpassage, an der man gerade arbeitet, irgendein Problem hat und deshalb nicht weiterkommt. Anstatt zügig weiterzuschreiben, versucht man, die Ideenflut in den Griff zu kriegen und kommt so in die Prokrastination. Möglicherweise ist die Ideenflut also nicht das Gegenteil, sondern eine andere Form der Schreibblockade.


Das lasse ich mal als These so stehen. Was meinst du?



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